Bad Oldesloe, 22.04.2020, von Nicolas Pabst

Oldesloer Logistiker unterstützen während der Corona-Epidemie

Fachgruppe Logistik Bad Oldesloe unterstützt im Zuge der Corona-Pandemie bei Verwaltung und Transport von Hygiene- und Schutzmaterialien. Logistiker legen bei Transportfahrten mehrere Hundert Kilometer pro Tag zurück. Lieferungen bis zur Nordseeinsel Sylt.

Seit Beginn der Corona-Krise unterstützt das Technische Hilfswerk an unterschiedlichen Stellen auch in Schleswig-Holstein. Der THW Ortsverband Bad Oldesloe war mit seiner Fachgruppe Logistik beim Betrieb eines Materiallagers für Desinfektions- und Hygienematerialien beteiligt. Hierbei standen insbesondere die digitale Erfassung und Verwaltung von Lieferungen im Fokus. Dafür arbeiteten die Kameradinnen und Kameraden größtenteils aus dem Homeoffice.

Aber auch die Auslieferung von Material aus einem zentralen Lager wurde von Kameraden unseres OVs Bad Oldesloe übernommen. Unsere Logistiker sammelten Bedarfsanmeldungen aller Krankenhäuser in Schleswig-Holstein und bearbeiteten diese. Hierzu bekamen wir E-Mails der einzelnen Kliniken, in denen sie ihren Bedarf an Schutzbekleidung meldeten. Diese Informationen wurden von unseren Logistikern gebündelt und einmal täglich an das Ministerium in Kiel gesendet.

 

Auslieferung von Materialien auf Entscheid des Ministeriums

Aufgrund dieser Meldungen traf das Ministerium Entscheidungen, welche Klinik welches Material bekommen sollte. Diese Entscheidungen wurden an unsere Logistik zurückgesandt, die aus diesen wiederum Freigaben und Lieferscheine für das zentrale Lager erstellten.

Auch an den darauffolgenden Lieferungen waren Einsatzkräfte unseres Ortsverbands beteiligt. Die Auslieferungsfahrten beliefen sich meist auf mehrere Hundert Kilometer pro Tag, bei denen sie auch einige schöne und interessante Geschichten erlebten. Ende März sollte einer dieser Transporte auch auf die Nordseeinsel Sylt gehen. Trotz geländegängiger Fahrzeuge sind auch wir bei der Überquerung des Hindenburgdamms auf Unterstützung angewiesen. So galt es mit unserem Fahrzeug per Autozug auf die Insel zu gelangen. Dankenswerterweise erklärte sich der „blaue Autozug“ (Autozug Sylt) dazu bereit uns diese Überquerung kostenfrei zu ermöglichen. Zuvor wurden wir leider von einem anderen renommierten Autozugbetreiber mit Verweis auf die üblichen Ticketpreise uns selbst überlassen. So gelang es unseren Kameraden doch noch die dringend benötigten Materialien dem Ziel in Westerland auf Sylt zukommen zu lassen.

Auch medizinische Einrichtungen auf dem Festland wurden von unseren Kameraden beliefert. Neben Krankenhäusern wurde unter anderem auch die DRF Luftrettung mit einer Materiallieferung bedacht.

 

Helfer legen mehrere Hundert Kilometer pro Tag zurück

An weiteren Tagen fuhren unsere Logistiker ebenfalls Touren quer durch mehrere Bundesländer. Beispielseise ging es hier über Hamburg, Elmshorn, Kiel und Flensburg zurück an die Ostseeküste nach Lübeck. Mehr als 600 km umfasste die besagte Tour. Alle Touren wurden von den Kameradinnen und Kameraden mit sehr viel Freude und Enthusiasmus bewältigt. Von den zu beliefernden Stellen wurden die Materiallieferungen mit sehr großer Dankbarkeit entgegengenommen.

In der vergangenen Woche hat unser Ortsverband diesen Einsatz nun abgegeben. Das Materiallager wird an einem anderen Standort weitergeführt. Die Aufgaben werden zum großen Teil in die Hände kommerzieller Dienstleister geben. Weitere unterstützende Aufgaben übernehmen örtlichere THW Ortsverbände. Unsere Einsatzkräfte sind somit wieder frei und verfügbar für neue Aufgaben und Herausforderungen.

 

 


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