Siek, 17.10.2004

Rettung aus Kiesgrube

Am Sonntag, den 17.10.04, hat sich der Technische Zug mit Gerätekraftwagen I (GKW I) / Material Anhänger und GKW II / 50kVa auf den Weg nach Jersbek gemacht um dort einen Ausbildungs- und Übungsdienst durchzuführen.

Den Kräften bot sich in einer dortigen Kiesgrube nebenstehendes Bild!

Ein PKW war die ca 15mtr. hohe Böschung der Kiesgrube hinabgestürzt und hatte sich dabei mehrfach überschlagen. Die Kiesgrube selbst war nicht befahrbar. Als Erstes wurde ein Trupp zur Erkundung und Verletztenversorgung ausgerüstet. Hierfür wurde zwei Helfer mit Auffanggurt (PSA) ausgestattet und an Sicherungsseilen in die Grube hinab gelassen. Den Helfern bot sich ein Bild der Verwüstung. Das Auto lag auf der Fahrerseite. Der Fahrer (eine Übungspuppe der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg) war bewußtlos und hatte eine blutende Kopfwunde. Zur Versorgung des Verletzten stieg ein Helfer über das Seitenfenster hinten rechts in das Fahrzeug und hat dem Verletzten einen Kopfverband angelegt.

Zeitgleich hat sich die I. Bergungsgruppe mit Unterstützung durch M.Picker aus der II. Bergungsgruppe daran gemacht, eine Möglichkeit der Rettung aus der Grube zu erkunden. Entschieden wurde sich für eine Seilbahn, da der "Notarzt" angeordnet hat, die Person waagerecht zu transportieren. Als besondere Schwierigkeit war bei diesem Unterfangen, dass am Boden der Kiesgrube kein Anschlagpunkt für das Drahtseil vorhanden war. Daraufhin haben wir beschlossen, einen sog. "Toten Mann" einzugraben. Zum Glück war der Boden ziemlich weich.

Derweil hat die II. Bergungsgruppe bereits angefangen, Schere und Spreizer aufzubauen und das Dach abzutrennen.
Um das Fahrzeugdach zu entfernen mußte als Erstes die Frontscheibe herausgetrennt werden. Dieses hat mit der Säge des Bergungsbeils ganz hervorragend geklappt. Um die verletzte Person nicht zu gefährden wurde diese mit einer Decke und einem Helm geschützt. Nach der Rettung des Verletzten wurde dieser im Schleifkorb an der Seilbahn aus der Grube gezogen.
Unser besonderer Dank gilt den Firmen Borowski & Hopp für die Bereitstellung eines Fahrzeuges, der Firma Willy Krohn (Siek) für die Kiesgrube sowie der Feuerwehr Ahrensburg für die Übungspuppe.


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